Geht es nach dem Willen der Geschäftsprüfungskommission GPK, muss der Bundesrat seine Telefonkonferenzen zukünftig mit abhörsicheren Funkgeräten abhalten. Entsprechende Recherchen bestätigt CVP-Ständerat und GPK-Präsident Paul Niederberger: «Es geht darum, dass der Bundesrat die Voraussetzung schafft, untereinander ein Telefonnetz zu schaffen, das sicher ist. Das ist ein System, welches nicht via Handy oder Festnetz betrieben wird.»

Niederberger klärt auf, welches System damit gemeint ist: «Es ist die Meinung, dass solche vertraulichen Gespräche in Zukunft über verschlüsselte Funkgeräte abgehalten werden, die als abhörsicher gelten.» Auf die Frage, ob der Bundesrat in Zukunft neben dem Handy immer auch klobige Funkgeräte auf sich tragen muss, sagt Niederberger trocken: «Ja, das ist die Meinung.» Hintergrund ist die GPK-Untersuchung zum Fall Hildebrand, bei der auskam, dass der Bundesrat vertrauliche Telefonkonferenzen durchgeführt hat, die problemlos hätten abgehört werden können.

Die GPK hatte den Bundesrat für seine Arbeit im Fall Hildebrand scharf kritisiert. Jetzt wird aus allen Departementen scharfe Kritik an der GPK laut. Ihr Bericht enthalte gravierende Fehler und komme zu völlig falschen Schlüssen.

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