VON SACHA ERCOLANI

Drei Tage sass Party-König Carl Hirschmann (29) im Gefängnis – angeblich wegen seiner Ex-Freundin Luciana Miller (19). Dann blätterte Carl oder sein Papi 500 000 Franken Kaution für die U-Haft-Entlassung hin.

«Luciana war es, die Carl zuerst anzeigte», behauptet ein Kollege des Models, und bestätigt damit Gerüchte, die schon die ganze Woche in der Zürcher Model- und Partyszene hochkochten. Der Insider zum «Sonntag»: «So viel ich weiss, hat es etwas mit Gewalt zu tun.»

Knapp ein Jahr waren Carl Hirschmann und die exotische Luciana Miller inoffiziell ein Paar. In der Öffentlichkeit stand er nie zu ihr. Doch er verwöhnte sie immer wieder: Auf der italienischen Promi-Insel Capri feierten Carl und Luciana im Sommer den 19. Geburtstag des Models. Viele Fotos auf Millers Facebook-Profil dokumentierten bis vor kurzem die romantischen gemeinsamen Tage. Dann das Liebesaus: Der Milliardärssohn verliess die 19-Jährige vor zirka zwei Monaten – für das französische Topmodel Noémie Lenoir (30).

In sein Beuteschema passt Luciana auf jeden Fall: Wie bei seiner neuen Liebe und auch seiner Ex-Affäre Whitney Toyloy fliesst gemischtes Blut durch Lucianas Adern; ihre Mutter stammt aus Südafrika und heiratete den Schweizer CSI-Präsidenten Rolf Theiler. Das Model der renommierten Zürcher Agentur Option besuchte in London eine Kunstschule, pendelt zwischen Kapstadt und Zürich. Sie liebt Partys und verkehrte bis vor kurzem regelmässig als Top-Member in Hirschmanns Club Saint Germain.

Der «Sonntag» konfrontierte Luciana Miller per Mail mit dem Gerücht – vergeblich. Auch hat sie diese Woche bei einem renommierten Schweizer Ausgehportal alle Fotos von sich sperren lassen. Wird Carl Hirschmann nun seine Ex-Geliebte zum Verhängnis?

Gemäss Aussagen des Zürcher Staatsanwalts Daniel Kloiber wäre Luciana nicht die einzige Klägerin: «In das Verfahren sind mehrere Geschädigte involviert», so Kloiber. Die Beamten nahmen Carl Hirschmann am Dienstagnachmittag fest. Am Freitag um 16.30 Uhr wurde er gegen Kaution aus der U-Haft entlassen. Noch immer ist unklar, warum er wirklich sass. Daniel Kloiber: «Ich möchte festhalten: Herr Hirschmann hat niemanden umgebracht, es geht auch nicht um Erpressung oder Sex mit Minderjährigen.» Die Haft sei wegen Verdunkelungsgefahr nötig gewesen. Zudem habe die Verhaftung dafür gesorgt, dass eine wichtige Zeugeneinvernahme unbeeinflusst stattfinden konnte.

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Foto: Dominic BŸttner - pixsil