2007 hatte OC Oerlikon noch 319 Mio. Fr. verdient. Der Umsatz der fortgeführten Aktivitäten des Konzerns sank 2008 um 12,1 Prozent auf 4,75 Mrd. Franken. Das Betriebsergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) beträgt -37 Mio. Franken, nachdem es im Vorjahr noch 467 Mio. Fr. betragen hatte.

Auf dem Betriebsergebnis lasten einmalige Restrukturierungs-kosten von 66 Mio. Fr. und Wertberichtigungen des Goodwills von 252 Mio. Franken. Das Konzernergebnis zeige die Spuren von gestiegenen Rohmaterialpreisen und Währungseinflüssen. "Wir sind dabei, ein konsequentes Restrukturierungsprogramm sowie Massnahmen zur Sicherung der Profitabilität umzusetzen, und wir werden unsere Risikoexposition verkleinern, indem wir unser finanzielles Fundament stärken und unser Portfolio straffen", wird Konzernchef Uwe Krüger in der Mitteilung zitiert.

OC Oerlikon leidet besonders stark unter dem Rückgang im globalen Geschäft für Textilmaschinen. Dort brachen die Bestellungen 2008 um die Hälfte ein. Die Strategie von Oerlikon Textile werde neu definiert und Kosten gespart. Oerlikon Textile will kein Komplettanbieter mehr sein, sondern konzentriert sich auf profitable Marktsegmente. Einen neuerlichen Stellenabbau hat OC Oerlikon nicht angekündigt. Seit Juli 2008 seien über alle Segmente 1000 Stellen gestrichen worden, schreibt das Unternehmen. Derzeit befänden sich 3800 Mitarbeiter in Kurzarbeit.

Zu den Geschäftsaussichten für 2009 liefert die Konzernleitung keine konkreten Zielwerte: Konzernchef Krüger erwartet einen weiteren Umsatzrückgang und 2009 werde wohl ebenfalls Verluste bringen. Sollten die Restrukturierung und die Repositionierung sowie die Straffung des Konzerns Früchte tragen, werde OC Oerlikon 2010 aber unter dem Strich wieder Geld verdienen. (mz/sda)