Vor einem Jahr meldete der Konzern noch 600 Mio. Fr. Gewinn. Die Zahlen für das erste Quartal 2009 liegen aber über den Erwartungen vieler Analysten. Die Kapitalbasis konnte mit einem um 15 Prozent höheren Eigenkapital von 23,6 Mrd. Fr. gestärkt werden. Swiss Re verdankt dies der Milliardenhilfe durch den US-Investor Warren Buffett.

Buffett schiesst insgesamt 5 Mrd. Fr. in Form einer Pflichtwandelanleihe ein. Im ersten Quartal 2008 hatte Swiss Re 624 Mio. Fr. verdient, im Gesamtjahr aber 864 Mio. Fr. Verlust eingefahren.

Die Geschäftseinheit "Legacy", in der die toxischen Papiere aus dem Investement-Abenteuer der vergangenen Jahre verwaltet werden, schrieb einen Mini-Gewinn von 12 Mio. Franken. Gewinne aus Handelsaktivitäten wurden aber durch neue Verluste auf strukturierten Kreditrisikoversicherungen (Structured Credit Default Swaps) fast zunichte gemacht.
2,1 Mrd. Fr. Verluste auf den Kapitalanlagen aufgrund der Zinsschwankungen konnten teilweise durch positive Währungseinflüsse von 1,4 Mrd. Fr. ausgeglichen werden, schreibt Swiss Re.

Der Gewinn basiert auf dem traditionellen Rückversicherungsgeschäft, wie aus dem Quartalbericht hervorgeht. Im Schadensgeschäft erzielte Swiss Re einen operativen Gewinn von 1 Mrd. Franken, im Lebengeschäft 280 Mio. Franken. Das Verhältnis von Kosten und Schadensaufwand gemessen an Prämieneinnahmen (Combined Ratio) im Schadengeschäft liegt bei 90,2 Prozent.

Laut Swiss-Re-Chef Stefan Lippe befindet sich der Konzern auf einem guten Weg. "Es wird allerdings Zeit brauchen, bis wir alle Risiken in unserem Portfolio reduziert haben, und wir werden wohl unter der Marktvolatilität leiden", wird Lippe in der Mitteilung zitiert. (mz/sda)