1:12-Fahne der Juso kommt aus China

Werbemittel «Made in China». Foto: HO

Werbemittel «Made in China». Foto: HO

Die Jungsozialisten verlangten vom Produzenten eine Erklärung, dass die Fahnen zu fairen Arbeitsbedingungen hergestellt werden.

Die Juso haben vor wenigen Wochen mit 10 000 Fahnen den Abstimmungskampf für ihre 1:12-Initiative eröffnet. Jetzt stellt sich heraus, dass die Fahnen im Ausland produziert werden, und zwar ausgerechnet in einem Land, in dem es um die Arbeitsbedingungen oft nicht gut bestellt ist. «Die Fahnen kommen aus China», räumt 1:12-Sprecher Tom Cassee ein. Den Auftrag hätte die Jungpartei an eine Schweizer Firma vergeben, welche wiederum die Fahnen in China produzieren liess. «Wir haben die Bedingung gestellt, dass sie einen Produzenten finden müssen, welcher zu fairen Arbeitsbedingungen die Fahnen herstellt», betont Cassee.

Die Juso können auch eine «Erklärung» vorlegen, erstellt am 15. Juli. Darin versichert die chinesische Firma Galaxy Electron Limited, seit 2012 Mitglied von Sedex zu sein, und die von der Nichtregierungsorganisation geforderten Mindeststandards einzuhalten. Dazu gehören das Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit, die Gewerkschaftsfreiheit und ein existenzsicherndes Einkommen. Ob die Textilfirma beim Lohn die hierzulande angestrebte maximale Spannbreite von 1:12 einhält, wissen die Juso nicht.

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